OCTANE MAGAZINE

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Fotografie

Vom Hinterhof aufs

OCTANE-Cover

Manchmal entstehen die stärksten Geschichten völlig ungeplant.

Nach einem Dreh kam Helmut Eberlein auf mich zu und fragte: „Kannst du noch schnell ein paar Bilder vom Ferrari 412 machen?“ Kein großes Set, kein riesiges Team, keine spektakuläre Location. Wir standen im Hinterhof von Eberlein Ferrari und arbeiteten mit dem, was da war.

Doch dieser Ferrari war weit mehr als nur ein seltenes Auto. Der 412 gehörte zu den ersten Modellen, die Helmut zu Beginn seiner Laufbahn als Ferrari-Händler fuhr. Seine Söhne sind mit ihm groß geworden. Jahrzehnte später fand er dieses außergewöhnliche Exemplar: aus erster Hand, mit nur rund 33.000 Kilometern und einer nahezu vollständig erhaltenen Geschichte.

Genau hier beginnt für mich Visual Branding. Ich wollte den Ferrari nicht einfach dokumentieren, sondern eine Bildwelt schaffen, die seinem Charakter und seiner Geschichte gerecht wird. Aus den spontanen Aufnahmen und der anschließenden Postproduktion entstand Schritt für Schritt eine komplette visuelle Story. Dafür kombinierte ich klassische Bildbearbeitung mit modernen Tools, um aus dem vorhandenen Material die Atmosphäre herauszuarbeiten, die ich vor Augen hatte.

Aus „noch schnell ein paar Bilder“ wurde schließlich eine komplette Feature-Strecke – und eines der Motive zum Cover der OCTANE-Sammlerausgabe.

Große Bilder brauchen nicht zwingend große Produktionen. Sie brauchen eine Idee, Erfahrung, die richtigen Werkzeuge und den Blick für die Geschichte hinter dem Motiv.